Die Kluftinger-Allgäukarte jetzt ganz neu


Es ist einer der beliebtesten Mitnahmeartikel des Allgäus: die Kluftinger-Karte. Nun haben die Autoren, der Verlag und vor allem Allgäu-Marketing erneut an ihr  gebastelt und eine aktualisierte Version produziert. Mit ihr kann man sich auf die Spuren des Kommissars begeben und alle Schauplätze der Bücher sowie einige der Filme erkunden. Das ganze Kluftinger-Universum gibt es damit auf einer praktischen, faltbaren Landkarte zum Mitnehmen.

Die Karte gibt es außerdem im ausgewählten Buchhandel und bei Fremdenverkehrsämtern. Auf jeden Fall kann man sie sich unten schon mal ansehen, downloaden und ausdrucken.

Und wem das ganze Allgäu zu groß ist, der kann ja mal mit Altusried anfangen. Die Marktgemeinde hat ebenfalls einen Flyer mit Karte und Infos erstellt, mit der man auf eigene Faust Kluftingers Wohnort erkunden kann.

Viel Spaß bei der Klufti-Spurensuche!

Die kompletten Karten mit Fotos und Beschreibung aller Schauplätze zum Download (jeweils 3 MB) gibt's hier:


Wer wissen will, was ihn bei den Kluftiführungen erwartet: hier gibt es eine schöne zusammenfassende Reportage darüber.


Kluftis Welt: Führungen zu Schauplätzen der Romane

 

Inzwischen gibt es im Allgäu an verschiedenen Orten auch Führungen bzw. geführte Wanderungen zu Schauplätzen der Kluftinger-Romane. Pünktlich zum Start der Freiluft-Saison beginnen nun auch wieder diese Kluftinger-Ausflüge.

 

Alatsee Füssen

1. Füssen: zum geheimnisvollen Alatsee


Die Füssener waren die ersten, die Klufti-Führungen ins Programm genommen haben. Sie haben auch einen der spannendsten Schauplätze zu bieten, den geheimnisvollen Alatsee. Zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter ist der Alatsee oberhalb von Füssen einen Ausflug wert. Smaragdgründes Wasser in einem bewaldeten Talkessel, ringsum Berggipfel und viel Ruhe. Wenn nach einem Spaziergang von Bad Faulenbach noch Energiereserven übrig sind, dann einfach auf die Salober Alm steigen und oben Brotzeit machen. Hier die offiziellen Infos zu den liebevoll inszenierten Wanderungen: 

Termin: jeden Freitag um 19.30 Uhr
Auf den Spuren von Kommissar Kluftinger führt die Wanderung zum Alatsee; gewürzt mit Erzählungen und Sagen basierend auf dem Bestseller Krimi “Seegrund” der Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr. Rückweg erfolgt bei den Abendführungen (bei entsprechender Witterung) mit Fackeln. 
Dauer: ca. 3,5 Stunden
Anmeldung: bis 11.00 Uhr bei der Tourist Information Füssen, unbedingt erforderlich! 
Mindestteilnehmerzahl: 8 Personen. Maximale Teilnehmerzahl: 20 Personen.

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Außerdem gibt es die Möglichkeiten, für Gruppen Sonderführungen zu vereinbaren, zu fast jeder Tages- und Nachtzeit und mit individueller Länge. Das alles geht über diese Seite:

Opens external link in new windowwww.guide-service.de

Lorenzkirche Kempten
Artikel der Allgäuer Zeitung über die Auftakt-Führung

2. Kempten: Kluftingers Arbeitsstätte

Kempten spielt in allen Kluftinger-Büchern eine große Rolle - schließlich arbeitet hier Kriminalhauptkommissar A. I. Kluftinger. Doch es ist mehr als nur seine Arbeitsstätte. Kempten ist "die Stadt". In die fährt er am Wochenende zum Einkaufen, dort findet die Festwoche statt und da muss er auch seine Schuhe kaufen. Wer in Kempten auf Kluftis Spuren wandeln will, kann das mit Führungs-Untersttützung. Hier die offiziellen Infos:

Termine: jeden 1. Freitag eines Monats (Mai bis Oktober)

Im Rahmen dieser Führung durch die Innenstadt werden die Kemptener Schauplätze besichtigt und Textpassagen aus den Krimis zitiert. 

Treffpunkt: vor dem Eingang Fürstensaal, Westseite der Residenz

Dauer: ca. 2 Stunden

Verlauf der Führung: Residenz - Königsplatz - Parktheater - Freitreppe (ehem. "Bücherstube") - Schuhgeschäft "Onkel Hannes" - Galeria Kaufhof - Hofgarten - St. Lorenz Basilika - Sushi-Haus - Tanzschule Huber - Marstall - Brauereigaststätte "Zum Stift" (alternativ "Haus Hochland")
(Änderungen vorbehalten)

Mindesteilnehmerzahl: 10 Personen

 

Kluftinger-Special für Einzel- und Gruppenführungen
Bei entsprechender Voranmeldung findet im Anschluss an die Führung in der Brauereigaststätte "Zum Stift" bzw. im "Haus Hochland" ein Kässpatzenessen statt.

Gruppenführungen sind nach vorheriger Anmeldung in der Tourist Information jederzeit möglich:

Auskünfte: Tourist Information, Rathausplatz 24, 87435 Kempten, Tel.: 08 31 / 25 25-5 22, Fax: 08 31 / 25 25-4 27, E-Mail: touristinfo@kempten.de

Opens external link in new windowLink zur Homepage der Stadt Kempten

Blick auf Altusried

3. Altusried: da, wo der Klufti haust

Natürlich darf auch Kluftingers Wohnort nicht fehlen. Wo sonst würde man einen so guten Einblick in die Psyche unseres Helden bekommen, als "da, wo er halt herkommt". Zwei Besonderheiten gibt es hier: Zum einen erwartet die Teilnehmer am Ende dieser Führung eine exklusive Videobotschaft der Autoren. Zum anderen wird die Führung nicht nur von einem intimen Altusried-Kenner durchgeführt, sondern auch von einem absoluten Kluftinger-Experten: dem Vater von Autor Volker Klüpfel. Vielleicht war der ja sogar ein bisschen Vorbild für die Figur war ... hier die offiziellen Infos:

Termine: Freitags alle 14 Tage (nach vorheriger Anmeldung), abweichende Termine nach Vereinbarung
Begeben Sie sich auf die Spuren des Altusrieder Kommissars und lassen Sie sich zeigen, wo in Altusried die "Musik" spielt, wo Dr. Langhammer wohnt und natürlich auch wo Klufti ermittelt.
Treffpunkt: nach Vereinbarung
Dauer:  ca. 2 Stunden
Kosten: € 5,-- pro Person, Gruppenpreis € 60,-- (max. 30 Personen pro Gruppe)
Stationen der Führung: Milchwerk Stegmann – ehemalige Polizeistation – Musikheim – und natürlich die Allgäuer Freilichtbühne mit Lesungen der jeweiligen Textpassagen. Hier werden Sie auch von den Autoren per Videobotschaft begrüßt und können handsignierte Bücher erwerben.
Mindestteilnehmerzahl:  8 Personen
Anmeldung: Gästeinformation im Kultur- und Verkehrsamt Altusried, Hauptstr. 18, Tel. 08373/7051, Fax 08373/7054, Opens window for sending emailgaesteinformation@altusried.de
Opens external link in new windowLink zur Homepage der Marktgemeinde Altusried

Einen Flyer mit Karte und Infos für alle, die sich auf eigene Faust auf Kluftis Spuren durch Altusried begeben wollen, gibt es hier zum Download:

Auch die Drehorte sind Teil der Tour

4. Spezialtour: Einen Tag mit dem Bus durch Kluftingers Allgäu

Auf dieser Tour fahren Sie zur sagenumwobenen Kartause Buxheim, zum filmischen und tatsächlichen Polizeirevier sowie zu den Tat- und Drehorten von "Erntedank", "Milchgeld" und "Laienspiel". In Altusried ewartet Sie ein Blick hinter die Kulissen der Freilichtbühne. Unterwegs dürfen natürlich Originalzitate aus den Büchern nicht fehlen. Und Kässpatzenessen gibt´s auch.

Hier die Infos zur Krimi-Führung der Unterallgäuer Gästebegleiter:

Leistung: ganztägige fachkundige Führung und Organisation der Tour inkl. Einkehrmöglichkeiten

zuzüglich Fixkosten vor Ort: Besichtigung der Freilichtbühne Altusried, Eintritt und Führung in der Kartause Buxheim, zuzüglich Kässpatzenessen, Kaffee & Kuchen, Transfer

Dauer: 8 Stunden

Anmeldung und Informationen:
Unterallgäuer Gästebegleiter
Tel.: 08394/926885
E-Mail: zehnpfennig-woerle@t-online

Opens external link in new windowLink zum Portal der Unterallgäuer Gästebegleiter mit den Klufti-Touren

Hier spricht der Chef: Kluftingers Reisetipps

 

Au weh, jetzt geht’s bald wieder los. Schau ich grad so auf den Kalender und was seh’ ich: in Kürze Sommerferien. Und wenn’s die Leute daheim endlich mal gemütlich haben, auf dem Balkon oder im Garten liegen könnten – was machen sie da? Sie fahren weg! Und wohin? Zu uns! Priml! Ach, Entschuldigung, ich hab mich noch gar nicht vorgestellt: Kluftinger mein Name. Von Beruf bin ich Kriminalhauptkommissar in Kempten. Ich sorge sozusagen dafür, dass das Allgäu sicher bleibt, damit sich die Touristen auch wohl fühlen bei uns. Also, nicht, dass wir uns da falsch verstehen: Ich hab ja nix gegen die Terror... äh Touristen. Aber wo dappen die denn allweil hin? Nach Neuschwanstein, zum Almabtrieb und ins Bierzelt. Vom richtigen Allgäu kriegen die doch gar nix mit. Dann kommen sie heim und erzählen, dass es bei uns nur grüne Wiesen und grinsende Kühe gibt und die auch noch schöner sind als die Mädchen. Ja, dankschön. Wie? Sie überlegen auch, ob Sie ins Allgäu fahren? Wissen’S was? Ich verrat’ Ihnen jetzt mal ein paar Tipps, was es bei uns noch zu sehen gibt. Ganz unter uns, versteht sich. Da geht es dann auch nicht so zu wie bei den echten „Touristenattraktionen“. Da haben Sie mehr von Ihrem Allgäu-Urlaub. Und ich auch, denn alle Tipps sind ziemlich weit weg von meinem Wohnort Altusried.

Kartause Buxheim: Mit der Kunst hab ich’s eigentlich nicht so. Grad mit der modernen. Aber was einem in Buxheim bei Memmingen geboten wird, das verschlägt einem den Atem. Das Chorgestühl muss man gesehen haben. Mich hat zwar ein Fall hingeführt und mir läuft’s jetzt noch eiskalt den Buckel hinunter, wenn ich nur dran denke, aber beeindruckt war ich schon. Und meine Frau, die Erika, erst recht. (Geöffnet April bis Oktober täglich 10 bis 12 und 14 bis 17 Uhr.)

Wenn Sie dann Richtung Kempten fahren, dann kommen Sie an Ottobeuren vorbei. Ist nur ein kleiner Umweg. Die Basilika dort mit dem Kloster ist als Anlage noch viel größer und gewaltiger als die Kartause, aber trotzdem schön. Rokoko oder Barock oder ... ist ja auch wurscht, jedenfalls beeindruckend. Wenn Sie Pech haben, ist halt grad ein klassisches Konzert drin. Wobei, die sind angeblich weltberühmt. Mei, wer’s mag ...

Alatsee Füssen: Der Alatsee war schon immer ein Geheimtipp. Also: Nicht weitersagen! Wunderschön, das smaragdgrüne Wasser in dem bewaldeten Talkessel, ringsum die Berggipfel – wem da nicht das Herz aufgeht, dem kann ich auch nicht helfen. Man kann in dem Bergsee sogar baden, aber der ist fei kalt, also nix für verwöhnte Städter, gell. Ich lass’ das mit dem Baden, seit ich bei einem Fall von den Geheimnissen in den Tiefen des Gewässers erfahren hab: Purpurbakterien (deswegen heißt er auch „Der blutende See“), Nazischätze und so. Einen Spaziergang ist er aber auf jeden Fall wert. Und Eintritt kostet’s auch keinen. Das Parken oben ist halt ein bissle teuer. Aber man kann ja auch unten parken und hochlaufen. Andererseits: So teuer ist es dann auch wieder nicht.
Übrigens: Inzwischen gibt es „Kluftinger-Führungen“ zum Alatsee. Find ich ja übertrieben, aber gerechtfertigt ist es trotzdem, immerhin hab ich da ja mal einen Fall… aber jetzt wiederhol ich mich. Auskunft gibt das Touristikamt in Füssen, Telefon 08362/93850.

Eistobel: Nicht nur im Winter ein tolles Ausflugsziel. Da natürlich besonders, weil dann meterlange Eiszapfen von den Felsen hängen. Wie diese Stalagmiten ... oder sind die, die hängen, jetzt die Stalaktiten? Zefix, dass ich mir das aber auch nie merken kann. Wurscht, im Sommer hängt eh nix. Aber die Wanderung durch den kühlen Bachtobel mit seinem Wasserfall ist ein Genuss. Besser als Baden in unheimlichen Bergoder überfüllten Baggerseen.

Bergbauernmuseum Diepolz: Das ist was für die ganze Familie, weil die Kinder da beim Springen im Heu jede Menge Spaß haben, während die Eltern sich gemütlich einen Wurstsalat schmecken lassen: Im Bergbauernmuseum kann man nicht nur durch den Verdauungstrakt einer Kuh laufen (vielleicht besser nach dem Wurstsalat). Es gibt vor allem urige Bauernhäuser zu bestaunen, einen Streichelzoo mit original stinkenden Schweinen und Schafen. Und das alles mitten in einem real existierenden Bauerndorf. Wer verstehen will, warum wir Allgäuer so sind, wie wir sind, also so kantig, verschroben, und – wenn Sie uns fragen – liebenswert, der muss hierher kommen und lernen, wie entbehrungsreich und einsam hier früher gelebt wurde.

Kühl ist’s auch im Knappendorf Burgberg am Grünten. Da gibt’s ein Museumsdorf über den Bergbau im Allgäu und eine Führung durch die Stollen der Erzgruben. Da brauchen Sie keine Klimaanlage mehr. Aber verkühlen Sie sich nicht, nachher bin ich noch schuld. Interessant ist das außerdem. Wenn man da noch Erz abbauen würde... Das tät’ sicher einen ganz harten Stahl geben. Mindestens so hart wie ein Allgäuer Sturschädel. (Täglich von 10 bis 18 Uhr. www.erzgruben.de)

Wenn die herbstliche Sonne vom klaren Himmel scheint, lohnt sich von Oberstdorf aus der Weg durchs wildromantische Trettachtal, um schließlich in Gerstruben zu landen, einem kleinen Bergbauerndorf, das so schön und so schön erhalten ist, dass es komplett unter Denkmalschutz steht. Alles. Die Kapelle, die Höfe und Gärten, das kleine Museum. Bloß nicht die Leute, die den Gasthof betreiben, wo man vorzüglich regional und saisonal speisen kann. Und wer von der wilden Romantik noch nicht genug hat, der steigt durch das Hölltobel ab – und schaut in so manchen Abgrund.

Da denkt man oft gar nicht dran, dass man im Allgäu mehr g’macht hat, als den Kühen beim Milchmachen zuzuschauen und den Sommerfrischlern beim Braunwerden. Jetzt stellen Sie sich vor: Statt nach Murano/Venedig zu fahren, können Sie auch zu uns kommen. Denn im Allgäu gibt’s ein Glasbläserdorf. Inklusive Museum und Werkstatt. Und da können Sie auch einkaufen. Ich würd’ in dem Fall zu Trinkgläsern raten, die kann man nämlich benützen. Ganz im Gegenteil zu den Vasen, die sich die Erika immer wünscht. Ich kauf’ doch keine Vase. Das zieht nur wieder Investitionen in Form von Blumen nach sich. Wie auch immer: Glashüttenmuseum Schmidsfelden im Kreuzthal. (Dienstag – Freitag 10 bis 12.30 und 14 bis 17 Uhr, Samstag 14 bis 17, Sonntag 10 bis 17, Feiertage 10 bis 17. Glasmanufaktur Michaelis: www.michaelis-glas.de)

Zur Erholung geht's dann im Kreuzthal durch den Wald. Da ist es manchmal so finster, richtig mystisch. Wenn Sie so was mögen, hätt’ ich noch was für Sie: den Dengelstein im Kemptener Wald. Der war früher eine keltische Kultstätte. Ein Mordstrumm Findling ist das, im wahrsten Sinne des Wortes. Und ich hab da schon einen mehrfachen Mörder dingfest gemacht. Aber seien Sie so nett und lassen’S mir die Steinpilze ringsrum stehen. »Wie? Sie mögen kein Gemüse, das Sie selber suchen müssen? Dann gehen’ S doch nach Wangen, da gibt es den weltbesten Leberkäs und fantastische Seelen. Fragen Sie sich einfach zum Fidelisbäck durch, den kennt da jeder. Das Wort lernen in Wangen die Kinder, bevor sie Mama und Papa sagen. Wangen im Allgäu, wie der Ort richtig heißt, ist eher so ein Streitfall. Weil er im württembergischen Allgäu liegt. Aber völlig unbestritten ist: da brauchen Sie in kein Architekturmuseum. Wangen ist ein Gesamtkunstwerk. Inklusive Leberkäs.

Und hier die Tipps der Autoren

Essen&Trinken: Die Allgäuer Küche ist ungefähr so leicht wie das Gestein der Alpen. Wer dennoch in beeindruckender Kulisse erfahren will, zu welchen Höchstleistungen sie fähig ist, muss ins Restaurant Schlossanger Alp oberhalb von Pfronten, auf über 11oo Metern nahe der Burgruine Falkenstein. Die Küchenchefin zaubert die tollsten Gerichte aus Allgäuer Produkten. Und wer zu tief ins Weinglas geschaut hat, übernachtet im Hotel und macht am nächsten Tag ein „bissle Wellness“.  Bodenständig geht es dagegen im Gasthof Stiefel in Bettrichs zwischen Altusried und Legau zu. Wo Klufti seinen „Goggl“ (=Hähnchen, Broiler, etc.) holt, um sich die Kosten fürs Getränk zu sparen, lässt es sich einfach und gut speisen. Wer was anderes als Huhn bestellt, wird zwar seltsam angeschaut, aber trotzdem weiter bedient. Nur außerhalb des Allgäus noch ein Geheimtipp.

Kunst aus dem Allgäu? Böse Zungen behaupten, da können sie nicht mal vernünftige Bücher schreiben. Tatsächlich gibt es aber hier, neben dem reichen kunsthistorischen Erbe, herausragendes Zeitgenössisches zu bestaunen. Zwei besonders bemerkenswerte Museen befinden sich im Unterallgäu: das Museum Dieter Kunerth, ein architektonisch gelungener Neubau zu Füßen der barocken Basilika, in der einer der vielseitigsten bildenden Künstler der Region seine Werke zeigt. Und die Kunsthalle in Memmingen, die in einem aufwändig restaurierten historischem Bauwerk bemerkenswerte Ausstellungen internationaler Künstler zeigt.

Wer im Allgäu Urlaub macht, der muss seinen Lieben daheim schon was mitbringen. Und weil jeder schon genügend Schneekugeln und Kuhglocken in der Schublade hat, nimmt man da am besten was, das man verbrauchen, sprich: verspeisen kann. Vorzüglichen Biokäse von glücklichen Allgäuer Kühen gibt es in der wunderschönen „Oberen Mühle Hindelang“. Sogar vakuumiert, dass es im Auto nicht ganz so streng riecht bei der Rückfahrt. Und wer’s nicht so mit Milchprodukten hat, kriegt auch noch Wurst und Schnaps aus der Region. Und einen Antiquitätenladen gibt’s obendrein. Falls es doch noch eine stilechte Schelle für die daheimgebliebenen Rindviecher sein darf ...

Burg Eisenberg und Burg Hohenfreyberg: Wer etwas für alte Gemäuer in spektakulärer Lage übrig hat, der sollte den beiden Burgruinen zwischen Pfronten und Seeg einen Besuch abstatten. Nicht nur, weil sich die Kinder hier fühlen wie Ritter Xaver oder das Burgfräulein Edeltraud – so heißen die im Allgäu eben –, sondern auch, weil man von den Zinnen der auf zwei Bergkuppen gelegenen Anlagen einen spektakulären Blick auf die Berge und Seen des Ostallgäus hat. Eine gute Alternative zu Neuschwanstein und Hohenschwangau – und von fernöstlichen Reisebussen bislang gänzlich verschont, wie man hört.

Dieser Tipp fällt uns schwer, denn er führt Sie zwar in eine Stadt im Allgäu – allerdings im württembergischen Teil. Ja, den gibt es, aber wir verschweigen ihn gern. Dennoch können wir Sie nicht wieder nach Hause lassen, ohne dass Sie in Wangen beim Fidelisbeck eine Seele und – vor allem – den weltbesten Leberkäs gegessen haben. Und damit Sie nicht als verfressen gelten, geben Sie vor, Sie seien nur wegen des Brunnens auf dem Marktplatz. Der verrät nämlich alles, was Sie über unser Volk wissen müssen: Er zeigt einen Haufen übereinander gestapelter Allgäuer und trägt die Inschrift: Der unterste ist genauso verdruckt wie der oberste. Auf Wiedersehen!

 

Lust auf eine Reise ins Allgäu bekommen? Nützliche Infos finden Sie zu Beispiel auf dem Allgäuer Urlaubsportal:

Klufti bringt das Allgäu nach vorn


Was die "Rosenheim Cops" für Oberbayern sind, ist Kommissar Kluftinger für das Allgäu. Erih Gößler, die in Füssen Führungen auf den Spuren des grantelnden Ermittlers durchführt, spricht von einer enormen Nachfrage. Und die Allgäu GmbH hat nach der Verfilmung von "Erntedank" eine Panoramakarte mit Dreh- und Tatorten aufgelegt. "Unser beliebtestes Werbemittel", sagt Pressesprecherin Simone Zehnpfennig dazu.
aus: Spiegel Online, November 2013

Simone Zehnpfennig schätzt, dass als Auswirkung der Kluftingerkrimis, die hauptsächlich in der Region rund um Füssen und Kempten spielen, mehrere hundert zusätzliche Besucher pro Jahr anreisen. „Da kommen manchmal sogar ganze Busse angefahren, die die Drehorte sehen wollen“, sagt die Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Allgäu GmbH.
aus: Merkur Online, November 2013