Was zum Film noch gesagt werden muss


Liebe Klufti-Internet-Gemeinde, wir sind hie ja unter uns, der Kommissar wird das hier niemals nicht finden, deswegen frei von der Leber weg:
Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt, uns so ausführliches Feedback zum Film zu geben. Für uns ist das sehr wichtig, denn wir wollen natürlich, dass eure Interessen als Leser in den Film Eingang finden. Wir sehen uns da sozusagen als eure Anwälte.
Insgesamt war es eine sehr lebhafte Diskussion mit positiver Grundtendenz, wie das Ergebnis unserer Online-Umfrage (über 1000 haben mitgemacht) belegt:




Ergebnis unserer Facebook-Umfrage: Wie fandet ihr die Milchgeld-Verfilmung? (Zum Vergrößern aufs Bild klicken)


Hier nehmen wir nun Stellung zu den Frage, die noch offen sind.

1. Filmrechte: Die Filmrechte liegen nicht bei uns, sondern beim Verlag. Als wir unterschrieben haben, war noch nicht abzusehen, dass der Klufti mal so einen Lauf hat und es bis in die ARD schafft.

2. Mitspracherecht: Wir haben ein Recht zur Mitsprache, das von uns auch immer mehr genutzt wird. Die letzte Entscheidung liegt aber natürlich bei den Filmemachern. Uns geht es vor allem darum, die Integrität der Figuren zu bewahren; wir wissen ja zum Beispiel auch schon, wo es mit denen hingehen soll. Da haben wir einen klaren Vorsprung ;-) Änderungen zum Buch muss man aber natürlich in Kauf nehmen. Manchmal hat das filmisch-dramaturgische Gründe, manchmal verstehen wir es auch nicht.
Beim Drehbuch Film „Seegrund“ haben wir schon sehr früh die Entstehung begleitet und wir können euch jetzt schon versprechen, dass es sehr viel näher am Buch sein wird, als die ersten beiden.

3.Schauspieler: Es gibt keinen Klufti, der allen gefällt, das ist klar. Für uns war wichtig, dass er Allgäuerisch kann und ein guter Schauspieler ist. Das trifft bei Herbert Knaup zu. Der von euch oft genannte Andreas Giebel zum Beispiel war auch ein heißer Kandidat, aber er hat den Dialekt nicht hinbekommen. Und, mal ehrlich, was hättet ihr zu einem oberbayerisch sprechenden Klufti gesagt …? Die vielen Kluftis, die die Leser im Kopf haben, kann man in einer Person eben nicht verdichten.

4. Passat: Den haben wir mit eurer Hilfe durchgesetzt ;-)

5. Insgesamt hat uns der Film gefallen, auch wenn wir nicht immer verstehen, warum so viele Änderungen zum Buch drin sind. Schade ist natürlich, dass bei 90 Minuten viele Szenen, vor allem die mit Langhammer, nur angedeutet werden können.

6. Dialekt: Überwiegend tatsächlich authentisch, die meisten Mitspieler sind Native-Speaker, allerdings gibt es ein paar "Augschburger" (Tilo Prückner), die sich unter die Allgäuer gemischt haben.

7. Unser Hauptaugenmerk gilt natürlich weiterhin den Büchern.


Klufti ist der Quoten-Sieger

Hier eine Pressemeldung der ARD zum Quotenerfolg von "Milchgeld":

Kommissar Kluftinger erobert Das Erste

Tagessieg für „Milchgeld. Ein Kluftingerkrimi" mit einem Marktanteil von 14,4 % bei 4,44 Millionen Zuschauern

Herbert Knaup hat gestern Abend als Kommissar Kluftinger seinen zweiten Fall im Ersten gelöst. Die Verfilmung des gleichnamigen Krimis des erfolgreichen Allgäuer Kriminalautoren-Duos Volker Knüpfel und Michael Kobr begeisterte auch die jungen Zuschauer im Ersten: Mit 8,2 % Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen lag „Milchgeld. Ein Kluftingerkrimi" damit um 3 Prozentpunkte über dem Durchschnitt der fiktionalen Angebote des Ersten in dieser Altersgruppe am Donnerstag.

Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen, zum Erfolg des Kluftinger-Krimis:
„Ich freue mich, dass Kommissar Kluftinger, der seinen ersten Fall im Bayerischen Fernsehen gelöst hat und durch die Romane längst Kultfigur geworden ist, auch bundesweit begeistert hat. Das Allgäu hat Deutschland erobert. Herbert Knaup, selbst aus dem Allgäu stammend, ist die Idealbesetzung: Der ungeheuer wandlungsfähige Schauspieler mit komödiantischem Talent spielt diesen schlecht gelaunten, wortkargen Eigenbrötler als eine Art Voralpen-Columbo, der trotz Allgäuer Idiom ganz Deutschland fesseln kann. Ich gratuliere allen Beteiligten zum gestrigen Tagessieg im Ersten."


„Milchgeld. Ein Kluftingerkrimi" ist eine Produktion der H&V Entertainment im Auftrag der ARD Degeto in Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk.

In den weiteren Rollen spielen Margret Gilgenreiner, Tilo Prückner, Maria Kammel, August Zirner, Jockel Tschiersch u.v.a.

Regie führte Rainer Kaufmann, das Drehbuch schrieben Stefan Holtz und Florian Iwersen nach dem Roman von Volker Knüpfel und Michael Kobr.

Die Redaktion haben Dr. Stephanie Heckner (BR) und Katja Kirchen (ARD Degeto).

Dialekt-Diskussion nach Film-Ausstrahlung


Nach der Ausstrahlung des Kluftingerkrimis in der ARD entbrannte eine heftige Diskussion darüber, ob man in der ARD einen Film mit so ausgeprägten Dialekt-Passagen zeigen dürfe. Sogar in ein Politmagazin des BR schaffte es der Klufti auf diese Art.
Worum es in der Diskussion im Einzelnen ging, könnt ihr Opens external link in new windowhier sehen.

Milchgeld-Dreharbeiten sind abgeschlossen

Im Allgäu wurden die Dreharbeiten zur zweiten Kluftinger-Verfilmung inzwischen abgeschlossen. Die Adaption des ersten Klufti-Falles “Milchgeld” entstand an Originalschauplätzen. Einen ersten Drehbericht gibt es hier


Und eine kleine Sensation gab’s schon zu Beginn: Klufti fährt endlich seinen geliebten Passat!

Hauptdarsteller Herbert Knaup scheint sich nicht nur in seiner neuen “Uniform”, der Tracht der Altusrieder Blaskapelle, wohl zu fühlen, auch mit seinem neuen alten Gefährt hat er sich auf Anhieb angefreundet.

Momentan wird in Altusried, Kluftingers Wohnort, gedreht. Die Beerdigung des Mordopfers mit Kluftingers unrühmlichem Verfolgungsjagd-Auftritt ist bereits im Kasten. Auch Michael Kobr spielt diesmal eine Gastrolle - welche wird noch nicht verraten.

Im Folgenden ein paar Impressionen vom Dreh.

Eine BR-Reportage finden Sie hier

Und hier ein redaktionelles Video:

Aufzeichnung einer Talkshow mit Volker Klüpfel, Michael Kobr und dem Maier-Darsteller aus den Filmen, Johannes Allmayer.